Den „Himmel im Kopf“ …

Den Himmel im Kopf zu erleben ist ein wunderbares, geheimnisvolles Geschenk. Wir können diese Momente der Gottesbegegnung nicht erzeugen, benützen oder gar kontrollieren. Aber wir dürfen uns jederzeit der Liebe Gottes in die Arme werfen und dabei immer wieder spüren wie der Himmel und die Erde unsere Herzen berührt und verändert.

    Es scheint dabei eine Art Nebenwirkung des Heiligen Geistes zu sein, dass Menschen, die von Gott ergriffen sind, anfangen, Lieder zu schreiben. Lieder, die wie Wohnungen sein können, in denen wir Gott begegnen. Oft erleben wir das, wenn wir Gott anbeten, aber es beschränkt sich nicht darauf.

 

Ich bin davon überzeugt, dass Musik ein Teil der Schöpfung Gottes ist, mit dem er sein Reich baut, oft sogar ohne, dass wir es bemerken. Ganz individuell bewirkt Musik unter uns Menschen jeden Tag Trost, Heilung, Freude, Dankbarkeit, Gemeinschaft, Erkenntnis, Hoffnung und vieles Gutes mehr.

 Vielleicht kann eines meiner Lieder auch für dich ein Wohnzimmer werden, in dem du Gott begegnen darfst und sein Geist deiner Seele Gutes tut. Das würde mich sehr freuen! 

Wieso?

Als ich mit 12 Jahren  anfing Gitarre zu spielen, wollte ich einfach nur meine Lieblingslieder singen und das am besten gemeinsam mit ein paar Freunden. Im Grunde hat sich das nie wieder geändert. Am liebsten singe ich Lieder mit allen, die gerne mitsingen wollen, also mit Dir :-)

 

Weshalb?

In der Musik kann ich auf unvergleichbare Weise Gottes Liebe erleben. Freude, Trost, Hoffnung, Dankbarkeit - einfach alles was Gott mir Gutes schenken möchte wird erfahrbar. Musik kann uns tief berühren und verändern und letztendlich ist es Gott, der darin wirkt, denn er hat die Musik geschaffen und sein Geist ist unsere Inspiration. 

Warum?

Unsere Anbetung ist die Antwort auf Gottes Liebe.

Wo?

Anbetung geschieht im Herzen. Das kann natürlich immer und überall sein. Am liebsten aber in guter Gemeinschaft.


Schweitzer über Gottes Reich

«Es ist das Beste, was wir als Menschen finden können»

Mit «Himmel im Kopf» legt Winnie Schweitzer sein erstes Solo-Album vor. Fünf der Songs sind zudem im «Feiert Jesus 5» Liederbuch veröffentlicht. Ihn begeistere das Reich Gottes, sagt der Musiker mit «Normal Generation» und «Beatbetrieb»-Vergangenheit: «Es ist für mich das Beste geworden, was wir als Menschen finden und wofür wir leben können.» Livenet unterhielt sich mit dem Musiker über diesen Schatz.

Livenet: Winnie Schweitzer, kürzlich ist Ihr Album «Himmel im Kopf» erschienen, was muss man darüber wissen? 
Winnie Schweitzer: Auch wenn – oder gerade weil – sich der eine oder andere Song so anhört als könnte er gut im Radio laufen: Es sind alles Lieder, die ich für den Gottesdienst geschrieben habe. Das Album klingt modern, im besten Sinne deutscher Singer-Songwriter-Pop. Hannes Butzer, der schon für Joris und Max Giesinger gearbeitet hat, war mit sechs Arrangements massgeblich am Gesamtergebnis beteiligt. Drums und Bass hab ich in Heidelberg mit Daniel Jakobi und Christoph Carl aufgenommen. Und zu guter Letzt hat meine Freundin Pamela Natterer mit sehr geholfen, meine Stimme zu optimieren.

 

Zweidrittel der Lieder sind Lobpreis-Lieder, also gesungene Gebete, die Gott in der Du-Form anreden. Die restlichen Lieder behandeln Themen wie Trauer, Freiheit, oder sind seelsorgerlichen Zuspruchslieder. Fünf der Songs sind im neuen «Feiert Jesus 5» Liederbuch veröffentlicht.

«Himmel im Kopf» klingt poetisch und malerisch – was muss man sich hinter dieser Wendung vorstellen? 
Als ich mich entschieden hatte, nun tatsächlich mal ein Solo-Album zu veröffentlichen, hatte ich sofort die Idee, dass «Himmel im Kopf» ein super Bild dafür sein könnte, was ich erlebe, wenn ich Gott in der Anbetung suche und finde. Es war dann der letzte Song, den ich fürs Album schrieb, aber da ich eigentlich schon ziemlich genau wusste, was ich sagen will und wie er klingen soll, schrieb er sich fast von allein. Es ist ein Lied, das sich sehr gut als Einstieg in eine Anbetungszeit eignet, da er die Stationen vom «Herz öffnen» bis zum «Aufstehen und Singen» durchläuft und so dabei helfen kann, den Himmel bei uns auf der Erde zu finden.

Können Sie ein oder zwei Songs des Albums vorstellen? 
«Während du schliefst» ist ein ziemlich ungewöhnliches Lied. Es beschreibt, wie Jesus sich über uns Menschen erbarmt und zu uns kommt, während wir schlafen. Also ohne dass wir es überhaupt merken. Ich weiss natürlich nicht, ob und wann Jesus uns wirklich im Schlaf besucht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass er uns immer mit dieser barmherzigen Liebe liebt und es uns oft schwer fällt, das zu glauben und anzunehmen. Mir hilft das Lied dabei, der Liebe Jesu zu glauben, sie aufzunehmen und sich von ihm trösten zu lassen.

«Für Immer»: Dieses Lied entstand während einer Songwriting Session mit «Gracetown». Wir hatten schon während des Schreibens Gänsehaut, da uns das Lied mit in den Himmel nahm. Ich finde die biblische Wahrheit, dass in der Ewigkeit Anbetung passiert, wir hier auch Anbeten können und so eine  Art Brücke in die Ewigkeit entsteht, faszinierend. Dieses Lied stellt sich im Geist zu den heiligen Heerscharen im Himmel und betet mit ihnen gemeinsam Jesus an: «Du bist der Anfang und das Ziel, Du bist die Kraft, die heilen will…».

Sie sagen, dass sie überzeugt sind, dass Musik Teil von Gottes Schöpfung ist – wie kommen Sie zu diesem Schluss? 
Musik tut uns Menschen unheimlich gut. Wir empfinden oft einen Mangel an Gegenwart Gottes in unserem Leben. Wir denken, Gott möchte uns so viel Gutes geben, aber wo ist er denn? Dann machen wir Musik an und finden dabei Trost, Freude, Hoffnung, Liebe, wir fühlen uns verstanden, sind tief berührt, haben Spass und vieles mehr. Wir verbinden diese Erlebnisse meist mit dem Künstler, der diese Musik geschrieben und produziert hat. Ich denke, dass solche Erlebnisse auf den hinweisen, der alles geschaffen hat. Auch die Musik. Und ich denke, dass er es ist, der uns durch die Musik hindurch tief berührt und beschenkt! Eine Bergwanderung und ein schönes Konzert sind für mich eben beides sehr schöne Gotteserfahrungen!

Wie sieht Ihr bisheriges musikalisches Schaffen aus? Sie traten bereits mit «Beatbetrieb» auf und waren an Produktionen wie «Feiert Jesus» beteiligt... 
Die ersten zwölf Jahre war ich mit vier tollen Freunden in einer Band, die in Jugendhäusern und auf Bandwettbewerben rund um Stuttgart spielte. Zum Sozialpädagogik-Studium auf der Karsthöhle in Ludwigsburg kamen dann Glaube und Musik zusammen. Wir lernten neue Lobpreislieder, gründeten einen Studentengottesdienst und bei «Snubnose» sass ich dann das erste Mal hinter dem Mischpult und produzierte deren Album. Nach dem Studium spielte ich Live-Gitarre für «Normal Generation», später dann für «Beatbetrieb» und produzierte mit Tobi Wörner im Heilandsstudio weitere Alben, darunter «Thomas Klein», «Ruft zu dem Herrn», «Feiert Jesus Christmas» und so weiter. Über das Christival 2002 in Kassel, bei dem wir die «Jesus First Show» inszeniert hatten, kam ich als Bandleiter 2004 in Berlin zu «JesusHouse». Das wiederholten wir 2007 in Hamburg und 2011 in Stuttgart. Daraus entstand dann auch die Band «Gracetown», mit der wir drei sensationelle Alben produzierten. Als auch die «Gracetown»-Ära zu Ende ging, machte ich mich 2016 an mein Solo-Album, das nun eben erscheinen durfte!

Was ist Ihr persönliches Herzensanliegen?
Neben der Modernisierung und Vertiefung der Musik im Gottesdienst, für die ich mit Workshops und meiner Musik in ganz Deutschland unterwegs bin, ist die Nr. 1 meiner Herzensanliegen ganz klar das Reich Gottes! Jesus beschreibt es so, dass es uns mehr Wert sein sollte als alles andere, das wir besitzen. Ich hatte lange Zeit keine Definition vom Reich Gottes, was das denn genau sein soll. In den letzten 15 Jahren habe ich gesucht und unheimlich viel gefunden. Mittlerweile denke ich, man könnte mich nachts um drei Uhr aufwecken und ich könnte ad hoc begeistert vom Reich Gottes erzählen, weil es für mich tatsächlich das Beste geworden ist, das wir als Menschen finden und wofür wir leben können.

Ich kann nur jedem und jeder empfehlen, sich damit zu beschäftigen und den Schatz im Acker immer besser kennen- und liebenzulernen. «Was könnte das denn für Dich sein…?»